TAGESFAHRT NACH ALTÖTTING

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Abfahrt: 09.00 Uhr am Pfarrbüro St. Joseph, Tengstraße 7
               09.15 Uhr am Pfarrhaus St. Ludwig, Ludwigstraße 22

Rückkehr: ca. 17.30 Uhr 

Kosten (incl. Führung): 25 Euro

ANMELDUNG BIS SPÄTESTENS 15. September!

Programm:

● Fahrt im modernen Reisebus des Unternehmens Berr

● Besuch des JERUSALEMER PANORAMAS

● Mittagessen im Gasthof Plankl                        

● Spaziergang über den Kapellplatz mit Gnadenkapelle

● Führung & Gottesdienst in St. Konrad (800 Jahre Hl. Franziskus)

● Kaffee im Café Kronbergerin Winhöring

Info- und Anmeldeblatt unten zum Ausdrucken oder am Schriftenstand in der Kirche!

Das Jerusalem Panorama Kreuzigung
Panorama bedeutet "umfassender Rundblick". Die Kunstform des Panoramas war im 19. Jahrhundert weit verbreitet. Heute gibt es in Europa nur mehr wenige "Rundblickgemälde". Das klassische Panorama der Kreuzigung Christi in Altötting ist das einzige historische Großraum-Panorama Deutschlands (Leinwandfläche ca. 1200 qm). Sein Schöpfer ist Prof. Gebhard Fugel (1863 - 1939), ein Altmeister des Bibelbildes im 20. Jahrhundert. Fugels Panorama - eingerichtet in einem kirchengroßen Zwölfeck-Zentralbau - entstand 1903, wurde in den Jahren 1981 - 1989 umfassend restauriert und steht unter Denkmalschutz.
Das Panorama ist eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit, kein Museum wie jedes andere. Denn seit Bestehen erfüllt es als berühmtes Kunstwerk lebendige Aufgaben im Dienste der Wallfahrt.

Gnadenkapelle
„Es ist schon sehr tiefsinnig und anrührend, wenn man weiß, dass an zwei Tagen im Jahr und zwar ausgerechnet am ​„Hochfest der Verkündigung des Herrn“ (Mariä Verkündigung) am 25. März und an Mariä Geburt am 8. September der Sonnenstand exakt so ist, dass – just an diesen beiden Tagen – ein Lichtstrahl durch ein kleines Fenster der Kapelle fällt, der dabei langsam über die Figur des Bruder Konrad vor dem Gnadenaltar hinauf wandernd das dunkle Gesicht des Gnadenbildes berührt und erleuchtet.” Hildegard Pollety

Das Erscheinungsbild der Heiligen Kapelle ist geprägt vom Oktogon, einem achteckigen Bau mit Spitzhaube, dessen Ursprung bis heute nicht gesichert belegt werden konnte. Vielfältig sind jedoch die Sagen und Legenden um seine Entstehung. Schriftlich bekundet wurde der Bau erstmals 877. Rund um den Kirchenbau lädt ein durch Arkaden durchbrochener Pilger-umgang jederzeit zum Gebet ein. Über 50 große Mirakelbilder und rund 2.000 Votivtafeln zeugen von der wirkmächtigen Hilfe der Gnadenmutter von Altötting. Holzkreuze stehen an der Nordseite der Kapelle bereit. Diese werden von Betern rund um die Gnadenkapelle getragen. Daneben bezeugen Krücken, Prothesen und sonstige Votivgaben von der himmlischen Hilfe. Auch das große Stockerkreuz ist ein Zeuge einer wunderbaren Gebets-erhörung – aber dies ist eine eigene Geschichte, die als kleines Heftchen in der Sakristei der Heiligen Kapelle gegen einen Unkostenbeitrag erstanden werden kann.

Durch ein spätromanisches Portal und unter der Schutzmantelmadonna hindurch betritt man das Innere des Oktogon. Der vergoldete Gnadenaltar erstrahlt im Kerzenlicht und zieht so-gleich den Blick an. Das Bildnis der Gnadenmutter in ihrem Schrein oberhalb des silbernen Tabernakels ist der Mittelpunkt, umrahmt von zahlreichen Silberfiguren als symbolhafte Erzäh-lung. Silber und Gold – die Farben von Gott und Maria sind im Altarbild kunstvoll verbunden. Das 64 cm große Gnadenbild ist aus Lindenholz gefertigt, stammt aus dem Burgund und wur-de über das nahe Zisterzienserkloster Raitenhaslach nach Altötting gebracht. Seit 1518 wer-den Mutter und Kind mit kostbar bestickten Gewändern bekleidet.

Die dunkle Färbung von Gesicht und Händen hat dem Gnadenbild im Volksmund den Titel „Schwarze Madonna eingebracht. Grund für die Verfärbung ist allein der rußige Rauch der Altarkerzen, dem das Bildnis über viele Jahrhunderte ausgesetzt war. Verstärkt hat diesen optischen Effekt auch die Patinierung des eingearbeiteten Silberlüsters. Der milde, liebliche Gesichtsausdruck der Gottesmutter – mütterlich verstehend lächelnd – hat Millionen von Menschen angezogen. Das schön geschaffene hölzerne Abbild verweist auf unsere Mutter im Himmel, die uns durch das Erdental hin zur ewigen Heimat leiten möchte. Unter dem Gnadenbild ist im Gnadenaltar der Weihebrief von Kurfürst Maximilian I. verborgen, in dem er sich und das ganze Bayernland mit eigenem Blut geschrieben der Gottesmutter weiht.

 

Bild: stadt altötting.de

INFO- & ANMELDEBLATT